Posted 04 March 2010 - 03:38 PM
erstmal vorneweg: ich nutze Flash so wenig wie möglich, daher kann ich nicht garantieren, dass alles was ich dazu sage komplett stimmt und lasse mich gerne korrigieren.
trotzdem ein paar lose gedanken zum thema:
Flash ist eine geschlossenes Dateiformat, welches allein von Adobe verwaltet wird. Besonders schwierig dabei: Adobe ist damit auch der einzige Hersteller für den Flashplayer, welcher benötigt wird um die Dateien darzustellen.
Das der Flashplayer vor allem unter OS X eine miese Performance hat liegt nicht wirklich komplett an Flash selbst, sondern eher an der mäßigen Umsetzung des Players und an der API des Formats selbst.
Daraus resultieren Probleme wie die Undurchsuchbarkeit der Inhalte für Suchmaschinen oder die schlechte Zugänglichkeit, wobei gerade letztere durchaus machbar ist, wenn der entwickler die richtigen APIs nutzt.
Trotzdem: Flash war lange die einzige Möglichkeit relativ einfach dynamische und multimediale Inhalte zu erstellen.
Als echte Alternative dazu kann man im Moment höchstens Microsofts Silverlight betrachten (btw wirklich wirklich gut) und das kam erst vor ner Weile auf den Markt.
Das was heute mit JS gespielt wird, ist schon sehr lange in der ein oder anderen form möglich, nur galt javascript lange zeit als verpönt und so wurde schlicht wenig damit gemacht. ein weiterer grund ist die cpu-last, die erst dank neuer browserengines wie dem aktuellen webkit (Safari, Chrome) verringert wurde. auch haben frameworks wie jquery die nutzung von js auch für leute mit wenig bis gar keiner code-erfahrung möglich gemacht. kaum einer der mal eben nen fade in jquery einfügt weiß doch wie dieser tatsächlich ausgeführt wird.
für css gilt ähnliches: auf die layoutsprache werden immer weitere module aufgesetzt (in diesem fall finde ich es zumindest in teilen eine gute entwicklung) um das erstellen von interaktiven inhalten (welche heute ganz klar das web bestimmen, im gegensatz zu früher)
im großen und ganzen dürfte die macheist-seite in flash performanter zu lösen sein, aber da die seite zu 99% nur macuser als besucher hat, ist der wechsel zu einer reinen css/js verständlich: Safari beherrscht alle dafür nötigen funktionen und man muss nicht noch einen Flashentwickler anstellen.
alles in allem: Flashseiten sind vor allem dann mist, wenn sie ohne viel Wissen zusammengeschraubt wurden. was früher auch deutlich einfacher war, als ähnliche Effekte in Javascript und CSS zu simulieren. Heute sieht das anders aus mit am ende gleichem ergebnis: eine seite wird nicht gut, nur weil ein paar sachen blinken oder sich bewegen.